Jasslehrgang
Mischen/Geben

Mischen und geben

 

Zu Beginn der Partie wird der Spielgeber ausgelost. Beide Parteien nehmen aus dem Haufen je eine Karte oder heben sie ab. Derjenige, der im Besitz der höheren Karte ist, bestimmt, wer das Spiel zu geben hat. Es gilt auch die alte Regel, dass derjenige, der ein As gezogen hat, auf alle Fälle die Karten zu verteilen hat. Entsprechende Abmachungen sind im voraus zu treffen.

Bevor die Karten verteilt werden, wird das Spiel gemischt. Beim korrekten Mischen werden die Karten ineinander verschachtelt («geschnitten»). Nach dem Mischen hebt der Spieler zur Linken des Gebers ab. Dabei sollen mindestens drei Karten abgehoben beziehungsweise auf dem Tisch zurückgelassen werden. Die beiden Pakete werden in umgekehrter Reihenfolge wieder aufeinandergelegt.

Das Klopfen auf die Karten ist nur gestattet, wenn alle Spieler damit einverstanden sind. Erhebt jemand Einsprache, müssen die Karten abgehoben werden. Werden die Karten vom Geber offensichtlich nicht gründlich gemischt, so muss dies - sofern die Gegenpartei es verlangt - wiederholt werden.

Das Verteilen der Karten muss so erfolgen, dass keiner der Mitspieler Einsicht in eine Karte nehmen kann. Auch die unterste Karte darf weder vom Spielgeber noch von einem andern Spieler angeschaut werden.

Wird ein Jass gespielt, bei dem jeder Teilnehmer 12 Karten erhält, so werden 3mal 4 Karten verteilt, bei neun 3mal 3, bei zehn 2mal 5.

Ist die abgehobene Karte Trumpf, wird die unterste Karte offen auf den Tisch gelegt, aber erst dann, wenn alle Karten verteilt sind. Der Spielverteiler nennt zugleich den betreffenden Trumpf, zum Beispiel « Schellen-As ist Trumpf».

Wird ein Spiel durch den Geber falsch verteilt, so geht das Geben auf Verlangen der Gegenpartei auf den nächst folgenden Spieler über.

Wird ein Spiel von der unrichtigen Partei gegeben und wird dies erst im Laufe des Spiels festgestellt, so kann das Spiel, nicht aber die ganze Partie annulliert werden.

Ist eine Partie beendet, wird bei Wiederbeginn das Spiel so gegeben, dass die verlierende Partei Spielvorteil hat.