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Spielgeben

Lieber Jassonkel, als Jasser mit 60jähriger Praxis habe ich Deinen Jasskurs mit grossem Interesse verfolgt Im Abschnitt «Vom Mischen und Geben» ist mir aber etwas unklar: «Wird ein Spiel durch den Geber falsch verteilt, so geht das Geben auf Verlangen der Gegenpartei auf den nächstfolgenden Spieler über». Im Schweizerischen Jassreglement ist von diesem Spielgeben nichts geschrieben.

Beim Spiel mit einem Partner über das Ausspielen des Trumpfbauers ist Ihre Ansicht richtig, trotzdem auch hier im Jassreglement nichts vermerkt ist.

Mit besten Grüssen Dein J. K. aus Luzern

 

Lieber J. K., herzlichen Dank für Deinen netten Brief. Beim falschen Spielverteilen habe ich absichtlich geschrieben, dass die Gegenpartei bestimmen kann, wer das Spiel neu zu geben hat. Der Geber soll keinen Vorteil aus seinem Fehler ziehen. Und dafür sorgt bestimmt die Gegenpartei. Selbstverständlich wird er beim Schieber das Spiel nochmals geben müssen, da die Trumpfansage für den Gegner einen eminenten Vorteil bedeutet.

Anders aber ist es beim Bieter. Hier ist das Spielgeben besonders für den Einzelspieler wichtig, da erstens der Ablupf Trumpf ist, und ausserdem ist der Spielgeber «hinterhand» und kann das Spiel besser kontrollieren. Du siehst, es kommt auf die Jassart an. Darum soll am besten der Gegner bestimmen, was geschehen soll. Ob Deiner träfen Schlussbemerkung habe ich von Herzen gelacht. Natürlich hast Du recht. Genau dieselbe Erfahrung habe ich auch gemacht. Aus Gründen der Höflichkeit darf ich mich in der Zeitung nicht immer allzu drastisch ausdrucken. Schon dem Redaktor zuliebe Ich wünsche Dir noch recht viele und schöne Jassabende mit einem Partner, der wirklich jassen kann.

Mit herzlichem Gruss Dein Jassonkel